Die Kernidee: Anwesenheit an einem Ort und zu einer Zeit nachweisen

Ein Wachrundgang-System existiert, um Rundgänge nachprüfbar zu machen. Jeder Kontrollpunkt enthält eine eindeutige, nicht veränderbare Kennung; der Leser erfasst diese Kennung zusammen mit der exakten Uhrzeit der Lesung. Ein Vorgesetzter kann später nicht nur sehen, dass ein Rundgang stattfand, sondern auch, welche Punkte besucht wurden und wann.

Definition: Ein iButton-Kontrollpunkt (Dallas DS1990A-F5) trägt eine weltweit eindeutige, schreibgeschützte UID. Da er an einem Ort fest angebracht ist und nicht überschrieben werden kann, beweist das Lesen, dass ein Wachmann physisch an diesem Punkt war.

Wie die Daten durchgängig fließen

  1. Der Wachmann liest einen Kontrollpunkt — indem er einen iButton berührt oder einen RFID-Leser in die Nähe des Tags hält.
  2. Der Leser speichert einen Datensatz: die Kontrollpunkt-ID, den Zeitstempel und die Wachmann-ID des Lesers.
  3. Nach der Schicht wird der Datensatz über eine Dockingstation oder USB in die Verwaltungssoftware heruntergeladen.
  4. Die Software gleicht die Datensätze mit Route und Zeitplan ab.
  5. Sie erzeugt einen Bericht: rechtzeitig, verpasst oder Ausnahme für jeden Punkt.

Kontakt (iButton) gegenüber kontaktlos (RFID)

AspectKontakt (iButton)Kontaktlos (RFID)
LesemethodePhysical touch on the buttonBring reader near the tag, no key press
EnergyNo RF energy — safe in explosive atmospheresUses radio frequency for reading
DownloadRequires a downloader cradleMany models connect by USB, no download station
Für Öl, Gas, Raffinerien, Chemieanlagen und andere Standorte mit antistatischen oder explosionsgeschützten Anforderungen wählen Sie Kontakt (iButton). Es hat keine HF-Energie und bringt daher kein Funkenrisiko am Lesepunkt mit sich.

Was ein Datensatz enthält

  • Kontrollpunkt-ID — welcher Punkt besucht wurde.
  • Zeitstempel — genau wann gelesen wurde.
  • Wachmann-ID — wer gelesen hat.
  • Optionales Ereignis — ein vordefinierter Vorfall, den der Wachmann am Punkt ausgewählt hat.
  • Leser-Seriennummer — welches Gerät verwendet wurde.

Was die Software aus den Datensätzen macht

Rohlesungen allein sind nicht nützlich. Die Verwaltungssoftware wandelt sie in Rundgangberichte (Soll gegenüber Ist), Zeitpläne und Ausnahmealarme um und erfasst auch die Anwesenheit der Wachleute. Hier wird aus Prüfung Handlung — ein Vorgesetzter sieht einen verpassten Punkt am selben Tag, nicht Wochen später.

Offline gegenüber Echtzeit

Die meisten Wachrundgang-Systeme sind offline: Der Leser speichert die Datensätze und der Wachmann lädt sie nach der Schicht herunter. Echtzeitsysteme fügen ein GPRS-, 4G- oder WiFi-Modul hinzu, sodass Datensätze im Moment ihrer Entstehung hochgeladen werden. Offline ist einfacher und günstiger; Echtzeit bietet sofortige Sichtbarkeit, wenn ein Standort sie benötigt.

Fragen

Die Kontrollpunkt-ID ist an einen physischen Ort gebunden und kann nicht überschrieben werden, sodass ein Wachmann das System nicht glauben machen kann, er sei woanders gewesen. Der Zeitplan erzwingt außerdem Reihenfolge und Zeitfenster, sodass Lesungen in falscher Reihenfolge weiterhin als Ausnahmen erscheinen.
Die Datensätze bleiben sicher im Leser; geben Sie ein Ersatzgerät aus und laden Sie es wie gewohnt herunter. Die Kontrollpunkt-Tags selbst sind passiv und nicht betroffen.